So
20
Nov
2011
1. Herren: Von fünf 5-Satz-Spielen leider nur zwei gewonnen
Das letzte Spiel der Vorrunde 2011/12 ging nach kampfbetontem Spielbeginn gegen TV Hude mit 2:9 verloren.
2011-11-20
TTSC hält sich wacker
Delmenhorster kassieren im Derby der Tischtennis-Verbandsliga gegen Hude aber am Ende ein 2:9. Die Gäste sind damit vorzeitig Herbstmeister.
Von ANDREAS GIEHL
DELMENHORST • HUDE. Tischtennis-Verbandsligist TV Hude hat gestern das Derby beim TTSC 09 erwartungsgemäß gewonnen. Der haushohe Favorit setzte sich am Ende klar mit 9:2 durch. Gerade in der Anfangsphase der Begegnung verstand es der krasse Außenseiter TTSC allerdings, sich ausgezeichnet zu verkaufen.
Knapp 30 Tischtennisfans wollten das Nachbarschaftsduell in der Pestalozzihalle sehen. Die Neugierigen waren durchaus überrascht, wie unbekümmert die Lokalmatadore an diese scheinbar unlösbare Aufgabe herangingen. Die Gäste, kräftemäßig schon leicht „an geknockt“ von dem vorangegangenen, langen Match in Ritterhude, schienen zunächst durchaus verwundbar.
Knapp in der Verlängerung des fünften Satzes konnten die 09er in Person von Marc Engels/Chirasak Nakpanich die von ihnen befürchtete „Höchststrafe“, ein 0:9, schon einmal verhindern. Mehr sogar: Im dritten Doppel kämpften sich Mittelstädt/Scherf nach 0:2-Satzrückstand in den finalen Durchgang. Die Überraschung lag beim Stand von 9:8 in der Luft. Mit einer Portion Dusel konnten die Gastakteure Imig/Dimitriou das Match gerade noch drehen.
In den ersten Einzeln ging es aus Sicht der Hausherren vielversprechend weiter. Im Duell der beiden „Mr. Vorhand“, Marc Engels und Felix Lingenau, erwischte Engels den besseren Start. Doch Hudes „Zweier“ gab sich trotz 0:2-Satzrückstand nicht geschlagen. Jetzt wurde es laut in der Halle: Beide feuerten sich nach Punktgewinnen selbst mit kräftigen Gebrüll an. In Satz vier bei 10:7 hatte Engels dann drei Matchbälle, doch es reichte nicht, da Lingenau immer wieder ganz starke Antworten parat hatte. „Mein Sieg wäre verdient gewesen. Das ist bitter“, haderte Engels nach dem 2:3.
Kurz darauf dennoch lauter Beifall für den TTSC: Frank Schröder lieferte gegen Immanuel Mieschendahl ein ganz starkes Match ab. Schröder blieb gegen den hohen Favoriten immer dran und zauberte beim überraschenden 3:2-Erfolg besonders starke Bälle aus der Defensive auf den Tisch. „Ich habe schon vorher gute Spiele gemacht. Heute hat es endlich einmal mit einem Sieg geklappt“, freute sich der Delmenhorster.
Danach bekamen die Gäste jedoch deutlich Oberwasser. Den letzten möglichen Punkt für den TTSC hatte in der Mitte Viktor Mittelstädt (bei 2:1-Führung gegen Alex Dimitriou) auf dem Schläger. Danach machte Hude im Schongang den 9:2-Endstand perfekt. „Jeder weiß, dass wir nicht in die Liga gehören. Dafür haben wir unsere Sache heute wieder gut gemacht“, zog Engels sein Fazit. Auch die Gäste waren zufrieden: Der Sieg bedeutet die vorzeitige Herbstmeisterschaft.
TTSC 09 - Hude 2:9. Mach/Schröder – Lingenau/Mieschendahl 4:11, 11:3, 4:11, 6:11; Engels/Nakpanich – Pohl/Steinbrenner 7:11, 11:9, 11:6, 6:11, 12:10; Mittelstädt/Scherf – Imig/Dimitriou 9:11, 4:11, 11:9, 11:4, 12:14; Engels – Lingenau 11:9, 11:6, 6:11, 10:12, 5:11; Schröder – Mieschendahl 10:12, 7:11, 12:10, 14:12, 11:6; Mittelstädt – Dimitriou 6:11, 12:10, 11:5, 4:11, 1:11; Nakpanich – Pohl 3:11, 7:11, 6:11; Scherf – Steinbrenner 8:11, 9:11, 7:11; Mach – Imig 4:11, 10:12, 11:13; Engels – Mieschendahl 9:11, 5:11, 7:11; Schröder – Lingenau 3:11, 5:11, 7:11.
Quelle: dk-online, Delmenhorster Kreisblatt vom 21.11.2011